Nahost

Liveticker Iran-Krieg – Israel greift Südbeirut an – während US-Iran-Gespräche laufen

Der Nahostkonflikt hat eine neue Stufe der Eskalation erreicht, seit die USA und Israel einen Angriffskrieg gegen Iran begonnen haben. Iran reagiert auf die Angriffe mit Raketenangriffen auf US-Militärbasen in der Region und auf Israel. Wir berichten über die aktuellen Entwicklungen.
Liveticker Iran-Krieg – Israel greift Südbeirut an – während US-Iran-Gespräche laufen
  • 14.06.2026 20:30 Uhr

    20:30 Uhr

    Iran hat "Finger am Abzug", sagt der iranische Armeekommandant

    Der iranische Armeekommandant Ali Abdullahi erklärte laut der Nachrichtenagentur Mehr am Sonntag, der Widerstand des Landes habe in den internationalen Beziehungen "ein neues Kapitel aufgeschlagen" und Iran als "einflussreiche Weltmacht" etabliert.

    In einer Botschaft an die Nation wurde er mit den Worten zitiert, dass die militärischen Fähigkeiten des Landes stärker seien als zuvor und die Soldaten den "Finger am Abzug" hätten – bereit, auf das "Herz des Feindes" zu schießen.

  • 19:54 Uhr

    USA und Iran vor Durchbruch? Teheran bremst Erwartungen

    Zwischen den USA und dem Iran zeichnet sich ein möglicher Durchbruch ab: Laut Pakistan haben sich beide Seiten auf den Rahmen einer Absichtserklärung verständigt, die eine erste Phase zur Beendigung des Krieges einleiten soll. Teheran dämpft jedoch Erwartungen an eine rasche Unterzeichnung und betont, dass diese nicht bereits am Sonntag erfolgen werde.

    Streitpunkte bleiben unter anderem das iranische Atomprogramm, Sanktionen, eingefrorene Vermögenswerte und die Rolle des Libanon. Der Journalist und politische Kommentator Steven Sahiounie, der im Video zu Wort kommt, rechnet daher eher mit weiterer Eskalation als mit schnellen Verhandlungen und verweist darauf, dass im Iran letztlich der Oberste Führer über ein Abkommen entscheidet.

    [Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 14. Juni 2026]

  • 17:07 Uhr

    Trump: Angriff auf Beirut hätte nicht passieren dürfen

    US-Präsident Donald Trump hat alle Seiten nach dem Angriff auf Beirut zur "Zurückhaltung" aufgerufen. Seiner Ansicht nach hätte der Vorfall nicht passieren dürfen.

    Auf Truth Social schrieb Trump:

    "Israel hat das Recht, sich gegen Bedrohungen zu verteidigen, aber der Angriff, auf den es reagierte, war sehr geringfügig und unbedeutend. Niemand wurde verletzt oder getötet, und er sollte diesen wichtigen Prozess nicht stören."

    Trotz des Angriffs hält Trump daran fest: Eine Einigung stehe kurz bevor und werde "Frieden in die Region bringen, einschließlich des Libanon". Die Botschaft endet mit einer Mahnung:

    "Es sollte keine weiteren Angriffe Israels irgendwo im Libanon geben, aber es sollte auch keine weiteren Angriffe von irgendeiner anderen Seite, einschließlich der Hisbollah, gegen Israel geben. Lasst uns das nicht vermasseln!"

  • 15:30 Uhr

    Iran droht Israel nach Luftangriff auf Beirut mit Vergeltung

    Ein ranghoher iranischer Militärvertreter hat Israel nach den Luftangriffen auf die südlichen Vororte Beiruts mit einer Reaktion gedroht. Die israelischen Angriffe würden "nicht unbeantwortet bleiben", erklärte Sardar Asadi von der iranischen Kommandozentrale Chatam al-Anbija laut der Nachrichtenagentur Mizan.

    Die Chatam-al-Anbija-Zentrale koordiniert die iranischen Streitkräfte und steht sowohl über den regulären Streitkräften als auch der Revolutionsgarde (IRGC).

    Der iranische Parlamentspräsident und Chefunterhändler in den Gesprächen mit den USA, Mohammad Bagher Ghalibaf, hat zudem Washington nach dem israelischen Luftangriff auf den südlichen Beiruter Vorort Dahiyeh scharf kritisiert.

    Der Angriff zeige erneut, dass die USA "entweder nicht den Willen haben, ihre Verpflichtungen zu erfüllen, oder nicht dazu in der Lage sind", schrieb Ghalibaf auf X. Mit einer "grünen Ampel" für Israel werde Washington keine Zugeständnisse Teherans erreichen. Das "Spiel von gutem und bösem Polizisten" sei überholt.

    Sollten die USA nicht bereit oder in der Lage sein, ihre Zusagen einzuhalten, könne der Verhandlungsprozess nicht fortgesetzt werden, erklärte Ghalibaf weiter.

    Bei dem israelischen Angriff auf ein Gebäude im Süden Beiruts wurden nach bisherigen Angaben mindestens drei Menschen getötet und 15 weitere verletzt.

  • 15:00 Uhr

    Israelischer Angriff auf Beirut erschwert US-Iran-Vermittlung

    Unterhändler aus Katar versuchen in Teheran, ein Abkommen zur Beendigung des Krieges zwischen den USA und Iran zu erreichen. Einem Insider zufolge ist heute eine Delegation in die iranische Hauptstadt geflogen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

    Die Entsendung einer hochrangigen Delegation durch Katar zu diesem entscheidenden Zeitpunkt gilt als positives Signal. Der jüngste israelische Angriff auf Beirut dürfte die Vermittlungsbemühungen jedoch erheblich erschweren, kommentiert Al Jazeera.

    Die Vermittler versuchen, die seit Jahrzehnten bestehende Vertrauenslücke zwischen den USA und Iran zu überbrücken – ein Unterfangen, das bislang nicht gelungen ist.

    Katar hatte gehofft, bei den heutigen Gesprächen die letzten Hindernisse aus dem Weg zu räumen und einen Zeitplan für die Wiederöffnung der Straße von Hormus, mögliche Sanktionserleichterungen sowie die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte festzulegen. Durch den Angriff auf Beirut seien diese Pläne jedoch erneut ins Wanken geraten.

    Der Angriff rücke die Vertrauensfrage zwischen Washington und Teheran wieder in den Mittelpunkt. Zugleich zeige er, dass Israel selbst dann in der Lage sei, den diplomatischen Prozess erheblich zu stören, wenn sich die USA und Iran grundsätzlich auf ein Abkommen verständigen sollten.

  • 13:00 Uhr

    Israel greift Südbeirut an – während US-Iran-Gespräche laufen

    Die israelische Armee hat Ziele im südlichen Vorort von Beirut, Dahiyeh, angegriffen. Nach Angaben des Militärs habe es sich dabei um "Infrastruktur" der Hisbollah gehandelt, wie in einer Mitteilung auf Telegram erklärt wurde.

    Der Angriff erfolgte wenige Stunden, nachdem die libanesische Hisbollah mehrere Drohnen auf Nordisrael abgefeuert hatte. Das israelische Militär bezeichnete diesen Angriff als schwere Verletzung der Waffenruhe.

    Israel habe die im April vereinbarte Feuerpause wiederholt gebrochen. Demnach seien israelische Truppen in den Süden des Libanon vorgedrungen und hielten dort weiterhin Gebiete besetzt, während zugleich nahezu täglich Luftangriffe durchgeführt würden.

    Vor dem Hintergrund der aktuellen regionalen Spannungen wird der jüngste Angriff zudem im Kontext der laufenden diplomatischen Bemühungen zwischen den USA und Iran eingeordnet. Israel ist darum bemüht, einen Deal zwischen Iran und den USA zu sabotieren. Bereits in der vergangenen Woche hatte es wechselseitige Angriffe zwischen Israel und Iran gegeben, nachdem Israel Luftschläge auf Ziele im südlichen Beirut durchgeführt hatte.

  • 12:30 Uhr

    USA: Iran hat Bergung seines hochangereicherten Uranvorrats erschwert

    Nach Angaben von fünf mit US-Geheimdienstinformationen vertrauten Quellen hat Iran in den vergangenen Wochen seine Bemühungen deutlich verstärkt, seine Bestände an nahezu waffenfähigem Uran zu sichern. Demnach seien Tunnel gezielt zum Einsturz gebracht und Zugänge mit Sprengminen versehen worden.

    Der Zugang zu rund einer halben Tonne hochangereichertem Uran sei dadurch erheblich schwieriger, gefährlicher und zeitaufwendiger geworden als noch vor einem Monat, als US-Präsident Donald Trump öffentlich erwogen hatte, die US-Armee mit der Sicherstellung des Materials zu beauftragen, so ein Bericht von CNN.

    Die neuen Sicherungsmaßnahmen erschweren demnach die Pläne der Trump-Regierung, das Uran im Rahmen eines möglichen Abkommens mit Iran zu entfernen und zu vernichten. Gleichzeitig stelle sich die Frage, wer eine mögliche Bergung unter den gefährlichen Bedingungen übernehmen würde.

    Die iranische UN-Vertretung reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage. Das Weiße Haus äußerte sich ebenfalls nicht zu den Berichten.

    US-Präsident Trump hat wiederholt betont, dass die Sicherung des Materials eine Priorität der Vereinigten Staaten in den laufenden Verhandlungen zur Beendigung des Krieges und zur Wiederöffnung der Straße von Hormus sei, die Iran faktisch geschlossen habe.

    Auch für Iran selbst wäre die Entfernung des angereicherten Materials nach Angaben mehrerer Quellen inzwischen schwierig und gefährlich. Demnach wären schweres Aushubgerät sowie umfangreiche Minenräumarbeiten erforderlich, die mit erheblichen Risiken verbunden seien.

    "Wenn diese Berichte zutreffen, würde das die Bergung des hochangereicherten Urans definitiv erschweren", sagte Scott Roecker, der von 2017 bis 2021 das Office of Nuclear Material Removal der US-Behörde für nukleare Sicherheit leitete.

    Zugleich könnte die Situation Iran auch Möglichkeiten bieten, seine nuklearen Aktivitäten zu verschleiern.

    Wenn Verhandlungsführer verlangen würden, dass Iran den gesamten Bestand zur Überprüfung an einen zentralen Ort bringt und das Material anschließend entfernt oder verdünnt wird, läge die Verantwortung vollständig bei Teheran, den Zugang zu ermöglichen und das gesamte Inventar offenzulegen, so Roecker.

    Gleichzeitig äußerte er Bedenken: In einem solchen Szenario könnte Iran behaupten, ein Teil des hochangereicherten Urans sei nicht mehr zugänglich. Dadurch bestünde keine vollständige Gewissheit, dass Iran später nicht erneut Zugriff auf Teile des Materials erhalten könnte.

    Die internationale Gemeinschaft geht davon aus, dass sich der Großteil des Bestands in eingestürzten Tunneln des Nuklearkomplexes Isfahan in Zentraliran befindet, während weitere Mengen an anderen Standorten lagern.

  • 11:30 Uhr

    Iran: Keine endgültige Entscheidung über Abkommen mit den USA

    Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars ist noch keine endgültige Entscheidung über ein Friedensabkommen mit den USA gefallen. Unter Berufung auf eine informierte Quelle heißt es, Teheran habe den Entwurf eines Rahmenabkommens zur Beendigung des US-israelischen Kriegs gegen Iran bislang nicht abschließend gebilligt.

    Die politische, rechtliche und technische Prüfung des Memorandum of Understanding (MoU) laufe weiterhin auf Experten- und Entscheidungsebene, so die Agentur.

    Während US-amerikanische und pakistanische Regierungsvertreter die Unterzeichnung eines vorläufigen Abkommens am Sonntag in Aussicht gestellt hatten, äußerte Teheran erneut Zweifel am Zeitplan.

    US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag erklärt, das Abkommen solle am Sonntag – seinem 80. Geburtstag – unterzeichnet werden.

  • 11:15 Uhr

    WSJ berichtet: Diplomatische Annäherung zwischen USA und Iran nach Gewaltspirale

    In einem am Sonntag veröffentlichten Artikel berichtet das Wall Street Journal, wie Trump gezwungen wurde, sich stärker auf einen Deal mit Iran zu konzentrieren, statt weiter auf eine Eskalationsspirale zu setzen.

    Trump hatte am vergangenen Wochenende gerade erst eine Waffenruhe zwischen Israel und Iran vermittelt, als sich bereits die nächste Krise im Nahen Osten anbahnte: Ein US-Kampfhubschrauber vom Typ Apache stürzte nahe der Straße von Hormus ab, nachdem er von einer iranischen Drohne getroffen worden war.

    Der US-Präsident reagierte zunächst mit einer Eskalation, nachdem der Apache-Hubschrauber abgestürzt war: Er ordnete Vergeltungsschläge gegen Iran an und drohte mit Angriffen auf zivile Infrastruktur. Teheran schlug daraufhin gegen US-Stützpunkte und Verbündete am Persischen Golf zurück. Anschließend eilten Diplomaten aus Katar und Pakistan herbei, übermittelten Botschaften zwischen Teheran und Washington und brachten einen möglichen Friedensdeal für Mittwoch ins Gespräch – und überzeugten Trump, weitere Angriffe vorerst abzusagen.

    Für Trump verdeutlicht das Schwanken zwischen Drohungen und Einigungsrhetorik das politische Dilemma: Ein Deal, zu dem Iran bereit ist, wäre innenpolitisch schwer als Erfolg zu verkaufen. Analysten zufolge setzt seine Strategie darauf, die schwierigsten Streitpunkte zunächst auszuklammern, um Teheran überhaupt an den Verhandlungstisch zu bringen.

    Auch Iran steht vor einem innenpolitischen Problem: Hardliner innerhalb der Revolutionsgarden lehnen Zugeständnisse an Trumps Forderungen strikt ab, insbesondere ohne direkte Gegenleistungen der USA. Gleichzeitig haben die militärischen Schäden und die US-Blockade am Persischen Golf Teheran jedoch unter Druck gesetzt und in Richtung einer Einigung gedrängt.

    Trotz Fortschritten bestehen weiterhin Differenzen, insbesondere bei eingefrorenen iranischen Vermögenswerten, der Kontrolle über die Straße von Hormus und der Frage des hochangereicherten Urans. Iran drängt weiterhin auf schnellen Zugriff auf seine Gelder.

    Trump reagierte später verärgert auf einen geleakten Entwurf, der aus seiner Sicht Iran zu stark begünstigte, und wies sein Team an, diese Darstellung eines "schwachen Deals" zurückzuweisen.

    Offen bleibt, ob Trumps Entscheidung für den Krieg tatsächlich zu einem besseren Abkommen führt als frühere diplomatische Ansätze, etwa das Atomabkommen von 2015 (JCPOA), aus dem die USA während seiner ersten Amtszeit ausgestiegen waren. Experten weisen darauf hin, dass ein künftiges Abkommen ähnliche Schwächen haben könnte.

    Selbst bei Zustandekommen eines Rahmenabkommens stehen noch monatelange, komplexe Verhandlungen bevor – mit dem Risiko eines Scheiterns. Iran behält zudem die Fähigkeit, die Straße von Hormus zu blockieren, durch die rund 20 Prozent der weltweiten Öllieferungen verlaufen.

  • 10:30 Uhr

    Al Arabiya: USA und Iran bereiten für heute virtuelle Unterzeichnung eines Deals vor

    Die Delegationen der USA und Irans werden nach Angaben von Quellen des Senders Al Arabiya heute ein virtuelles Treffen zur Unterzeichnung eines Friedensabkommens abhalten. Das Treffen soll unter Beteiligung der vermittelnden Staaten Pakistan und Katar stattfinden. Demnach soll während der Schalte ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet werden.

    An dem Treffen sollen US-Vizepräsident JD Vance sowie der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf teilnehmen. Nach der Unterzeichnung soll die Straße von Hormus wieder geöffnet und der Transit gebührenfrei ermöglicht werden. Zudem soll im Anschluss die Blockade iranischer Häfen aufgehoben werden.

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