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Liveticker Ukraine-Krieg: "Verprügeln bis zum Tod" – Soldat über Folter in der Kriegsgefangenschaft

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: "Verprügeln bis zum Tod" – Soldat über Folter in der Kriegsgefangenschaft© Maxim Grigorjew
  • 13.07.2026 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:39 Uhr

    "Verprügeln bis zum Tod" – Russischer Soldat berichtet über grausame Folter in ukrainischer Gefangenschaft

    Ein russischer Soldat mit dem Rufzeichen "Kap" erzählte über schwere Misshandlungen und Folter in der ukrainsichen Gefangenschaft. Er wurde im Züge des Gefangenenaustauschs freigelassen und von Menschenrechtler Maxim Grigorjew befragt. Das Video mit dem Gespräch hat Grigorjew, der seit Jahren ukrainische Kriegsverbrechen dokumentiert, auf seinen Kanälen in den sozialen Medien veröffentlicht.

    "Kap" und seine Kameraden wurden nackt ausgezogen und mit Eisenrohren, Metallstäben und Peitschen systematisch verprügelt – und das über mehrere Tage. Kampfhunde wurden auf sie gehetzt. Nach einer der Prügelattacke starb sein Kamerad. Hier einige grausame Details aus dem Bericht des Soldaten:

    "Sie zogen uns nackt aus und schlugen uns. Auf den zweiten Gefangenen hetzten sie Hunde, zwei Rottweiler. Sie ließen die Hunde absichtlich auf die Gefangenen los. Danach warfen sie uns in eine Grube". [...]

    Sie schlugen uns mit Stöcken und Eisenrohren. Sie hatten auch Peitschen an Stöcken. Sie schlugen uns auf den Rücken und auf die Beine. Die ganze Zeit über waren wir völlig nackt. Das dauerte etwa eine Stunde. Wenn man nicht aufstehen kann, heben sie einen selbst hoch, lehnen einen an die Wand, damit man sich festhalten kann, und schlagen weiter auf einen ein. [...]

    Den zweiten Kämpfer trugen sie nach einer weiteren Prügelattacke hinaus. Er lebte noch. Sie legten ihn auf eine Bank. Einer von ihnen schrie, man müsse den Rettungsdienst rufen. Ein anderer antwortete, es sei schon zu spät. Er starb."

  • 21:23 Uhr

    Europäische "Schutztruppe" plant Übungen in Nachbarstaaten der Ukraine

    Die geplante internationale Schutztruppe für die Ukraine soll erstmals Militärmanöver in den Nachbarstaaten der Ukraine abhalten. "Wir haben heute entschieden, dass in den kommenden Monaten Militärübungen stattfinden sollen", sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Paris. Ziel sei es, "zu demonstrieren, dass wir bereit, entschlossen und glaubwürdig sind, zu Land, in der Luft und zur See". In Paris haben sich am Montag Vertreter der sogenannten Koalition der Willigen aus mehr als 30 Staaten versammelt, um über die weitere militärische Unterstützung der Ukraine zu beraten. 

  • 20:53 Uhr

    Ukraine: Spekulationen über den Rücktritt von Verteidigungsminister Fedorow

    Der ukrainische Verteidigungsminister Michail Fjodorow kann abberufen werden. Ihm werden zwar die Fortschritte im Bereich der Drohnenkriegsführung zugeschrieben. Kritik gibt es allerdings in Bezug auf die Mobilisierung von Soldaten. Das ukrainische Medium LB.ua berichtet unter Berufung auf zwei Quellen aus dem Umfeld von Innenminister Igor Klimenko, dass dieser Fjodorows Funktion übernehmen könnte. Eine der Quellen vermutet, dass dies ein Wunsch des De-facto-Präsidenten Wladimir Selenskij sein könnte, um die Situation bei der Mobilmachung zu verbessern. Aus dem Umfeld des Präsidialamtes sei hingegen von Selenskijs Unzufriedenheit mit Fjodorow zu hören. Er ist erst seit Anfang des Jahres im Amt. 

  • 20:36 Uhr

    LVR: Eine Tote nach Angriff auf Marktplatz in Starobelsk, weiteres Opfer in Kremennaja

    In der Lugansker Volksrepublik starben am Montag zwei Menschen infolge ukrainischer Angriffe. Das teilte der Leiter der Republik, Leonid Passetschik, auf seinem Telegram-Kanal mit. Ihm zufolge wurde eine 34-jährige Frau auf dem zentralen Markt der Stadt tödlich verletzt.

    "Die Ärzte taten alles in ihrer Macht Stehende, um sie zu retten, doch ihre Verletzungen erwiesen sich als lebensbedrohlich. Sie starb vier Tage vor ihrem Geburtstag", so Passetschnik. 

    Ein 50-Jähriger starb bei dem Angriff auf ein Privathaus in Kremennaja. "Ein 50-jähriger Mann befand sich am Ort des Einschlags und erlag seinen Verletzungen", teilte der Leiter der LVR mit. Insgesamt gab es an diesem Tag zehn Angriffe in der Lugansker Volksrepublik, dabei gab es auch Verletzte und Sachschäden. 

  • 20:27 Uhr

    Großbritannien vergibt Kredit an Ukraine – für den Kauf eigener Rüstungsgüter

    Großbritannien meldet seine Beteiligung an dem 90-Milliarden-Euro-Darlehen der EU für die Ukraine an. Brüssel und London erklären, dass Großbritannien "einen fairen und angemessenen Beitrag zu den Kosten der Kreditaufnahme leisten wird". Im Gegenzug können britische Firmen mehr durch den Kredit finanzierte Rüstungsgüter an die Ukraine verkaufen. Die von London übernommenen Kosten entsprächen "dem Wert der an britischen Unternehmen vergebenen Aufträge". Es ist der jüngste in einer Reihe von Schritten der Annäherung zwischen der EU und Großbritannien seit dem Brexit 2020. Die EU hatte im vergangenen Monat mit der Auszahlung des Darlehens begonnen, das sowohl den Kauf von Militärgütern als auch das Stopfen von Haushaltslöchern ermöglichen soll.

  • 19:30 Uhr

    Macron vergibt Lizenzen zur Herstellung von SCALP-Raketen, Aster-30 und AASM-Hammer-Lenkbomben an Ukraine 

    Der französische Präsident Emmanuel Macron gab bekannt, dass die Ukraine in den Jahren 2028–2029 französische Rafale-Kampfflugzeuge erhalten wird, und erklärte zudem, dass die Ukraine Lizenzen zur Herstellung von SCALP-Marschflugkörpern, Aster-30-Flugabwehrraketen für das SAMP/T-Luftabwehrsystem sowie AASM-Hammer-Luft-Boden-Lenkbomben erhalten habe. 

    "Die ersten Flugzeuge sollen voraussichtlich 2028–2029 am ukrainischen Himmel fliegen. Zusätzliche Radarsysteme, zusätzliche Raketen. Wir haben außerdem Lizenzen hinzugefügt. Dazu gehören Aster-30 für das SAMP/T-Luftabwehrsystem, AASM-Hammer-Lenkbomben und SCALP-Marschflugkörper", sagte Macron.

    Ihm zufolge werden diese Entscheidungen die Fähigkeiten der Ukraine sowie ihre Positionen an der Front stärken.

  • 19:08 Uhr

    Kriegstreiber Lindsey Graham tot: Ende eines US-Falken

    Am 11. Juli ist US-Senator Lindsey Graham nach einer Reise in die Ukraine an einer "plötzlichen Krankheit" unerwartet verstorben. US-Präsident Donald Trump ordnete daraufhin an, die US-Flaggen zu Grahams Ehren auf halbmast zu setzen.
    Graham setzte sich im letzten Vierteljahrhundert laufend für militärische Intervention und Eskalation ein – darunter in Libyen und Syrien, aber stets zugunsten Israels.

    Er sprach sich auch nachdrücklich für die Bewaffnung der Ukraine aus – insbesondere nach 2014 und nach 2022 – und berichtete davon, "wie die Ukraine ein gutes Geschäft für die USA ist".

    Von der deutschen Staatsspitze kamen ebenfalls Worte des tiefen Beileids, in denen Bundeskanzler Friedrich Merz von "einem wahren Freund und einem Partner Deutschlands im transatlantischen Bündnis" sprach und versicherte, dass er "ihn vermissen wird".

  • 18:58 Uhr

    "Spiegelgleich und um ein Vielfaches stärker" – Putin verspricht Reaktionen auf ukrainische Angriffe

    Der russische Präsident Wladimir Putin besuchte das Forum "Alles für den Sieg!" der allrussischen Bürgerbewegung "Volksfront für Russland" und zeichnete die Preisträger des ONF-Preises aus. Er erläuterte:

    "Unsere Reaktionen werden immer spiegelgleich sein: Wo auch immer sie versuchen sollten, Angriffe auf russisches Territorium zu verüben, werden wir spiegelgleich reagieren – nur um ein Vielfaches stärker. Der Gegner wird das zu spüren bekommen. Er spürt es hoffentlich bereits und wird es noch um ein Vielfaches stärker zu spüren bekommen."

    Putin erklärte weiterhin, dass Russland der Sieg bevorstehe:

    "Sie haben mehr als 20 Millionen Menschen, russische Bürger, um sich versammelt und freiwillig gespendete Mittel – nicht vom Staat, sondern von den Bürgern, die Ihnen vertrauen – in Höhe von über, nun ja, fast 70 Milliarden Rubel für die Ziele der Sondermilitäroperation bereitgestellt. So läuft das eben. Und genau deshalb steht uns zweifellos der Sieg bevor!"

  • 18:41 Uhr

    Militärchronik zu "Freja"-Raketenabwehr: Schneller Start unwahrscheinlich 

    Der Telegramkanal Militärchronik äußert sich skeptisch zu Perspektiven der paneuropäischen Raketenabwehr "Freja":

    "In Europa gibt es bereits eine groß angelegte Initiative im Bereich Luft- und Raketenabwehr – die European Sky Shield Initiative (ESSI). Und die Dinge kommen nicht besonders schnell voran. Die Entwicklung und der Start der Serienproduktion eines neuen Luftabwehr- oder Raketenabwehrsystems in Europa dauern in der Regel 10 bis 15 Jahre. Selbst die einfache Ausweitung der Produktion bestehender Raketen scheitert an einem Mangel an Bauteilen, Maschinen und qualifiziertem Personal. Tatsächlich ist die Koalition auf dem Papier zwar gegründet, doch echte neue Radarsysteme oder Raketenabwehrsysteme werden erst in sehr ferner Zukunft im Einsatz stehen. Zudem sind die USA der Hauptlieferant von Raketenabwehrsystemen in Europa, und es ist sehr wahrscheinlich, dass gerade die Amerikaner es nicht zulassen werden, Europa auf Raketen aus eigener Produktion umzustellen."

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.