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Liveticker Ukraine-Krieg: Selenskij kündigt neue Gegenoffensive an

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Selenskij kündigt neue Gegenoffensive anQuelle: Gettyimages.ru © Michael Kappeler/picture alliance
  • 23.02.2024 20:00 Uhr

    20:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 19:56 Uhr

    Polnische Beamte erscheinen nicht zum Treffen mit ukrainischen Amtskollegen an der Grenze

    Der ukrainische Premierminister Denis Schmygal hat mitgeteilt, dass ein Treffen mit polnischen Vertretern über die Transportblockade an der Grenze nicht stattgefunden hat. Er schrieb auf seinem Telegram-Kanal:

    "[Selenskij] bot der polnischen Führung eine Plattform, um sich zu einigen und einen Kompromiss zu finden, hier, an der Grenze als gleichberechtigte Partner und Verbündete. Und die ukrainische Regierung ist heute hier. Aber leider hat ein solches Treffen mit polnischen Beamten heute nicht stattgefunden."

    Schmygal behauptete, dass die Ukraine in den vergangenen sechs Monaten unter einer ständigen Blockade durch Polen gelebt habe. Dies habe die Wirtschaft des Landes und seine Fähigkeit beeinträchtigt, sich besser zu verteidigen.

  • 19:26 Uhr

    Russische Streitkräfte greifen Drohnenmontagewerkstätten in Dnjepropetrowsk an

    Russische Einheiten hätten in der Nacht zum 23. Februar ein Öldepot, Lager der ukrainischen Streitkräfte und Werkstätten des Südlichen Maschinenbaubetriebs in Dnjepropetrowsk angegriffen, teilte der Koordinator des Widerstands in Nikolajew, Sergei Lebedew, gegenüber RIA Nowosti mit. Er sagte:

    "Einwohner von Dnjepropetrowsk berichten von mehreren Angriffen. Auf dem Foto sieht man die Folgen des Einschlags in das Öllager, den Ort namens 'Stan 550', das ist das Walzwerk Nr. 2 der privaten Aktiengesellschaft 'Dnjepropetrowski Metallurgisches Werk'."

    Nach Angaben der Agentur befanden sich an diesem Ort große Tanks mit Kraftstoff und Schmiermitteln.

    Lebedew legte auch Bilder vor, die eine große schwarze Rauchsäule zeigen, nachdem das Öllager getroffen worden war. Zuvor haben ukrainische Medien am Freitag berichtet, dass die Treibstofftanks eines Unternehmens in Dnjepropetrowsk nach dem Angriff Feuer gefangen hatten. Er fügte hinzu:

    "Es gibt Berichte über einen Treffer im südlichen Maschinenbaubetrieb, in den Werkstätten, in denen neue Drohnen hergestellt werden."

  • 19:01 Uhr

    Selenskij: Kiew hat nicht alle Lieferungen von Militärhilfe rechtzeitig und vollständig erhalten

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij gibt zu, dass im vergangenen Jahr nicht alle Lieferungen von Militärhilfe aus dem Westen rechtzeitig und in der zugesagten Höhe in der Ukraine angekommen sind. Bei einem Briefing mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen in Lwow sagt Selenskij:

    "Viele Entscheidungen wurden getroffen und viele wichtige Dinge wurden während unserer Gegenoffensive im vergangenen Jahr getan, es ist nur so, dass nicht alles so gelaufen ist, wie es hätte laufen sollen, nicht alle Lieferungen sind rechtzeitig erfolgt und nicht alle Lieferungen sind in der zugesagten Höhe erfolgt."

  • 18:31 Uhr

    Kanada erweitert Sanktionen gegen Russland

    Kanada hat die Liste der Sanktionen gegen Russland erweitert. Neue Einschränkungen betreffen 153 Unternehmen und zehn Personen. Unter anderem würden mehrere Finanzinstitutionen, Versicherungsunternehmen und Betriebe der russischen Rüstungsindustrie sowie ihre Eigentümer und Leitungen sanktioniert, erklärte Kanada über die Einführung neuer Sanktionen in Zusammenwirkung mit Großbritannien und den USA.

    Am Freitag hatten auch Washington und Brüssel neue Restriktionen gegen Russland angekündigt. Die Sanktionslisten umfassen Hunderte Organisationen und Personen sowohl aus Russlands als auch aus vielen Ländern um die Welt.

    Mehr zum Thema – EU verhängt 13. Sanktionspaket gegen Russland – Nordkoreas Verteidigungsminister auf der Liste

  • 18:11 Uhr

    Selenskij kündigt neue Gegenoffensive an

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij kündigte in einem Gespräch mit Fox News eine weitere Gegenoffensive an. Selenskij wörtlich:

    "Die Verteidigung ist die Hauptaufgabe. Wir werden unsere Erfolge im Schwarzen Meer fortsetzen. Ich werde nicht ins Detail gehen, aber sie, die Russen, werden Überraschungen erleben. Der Süden ist wichtig. Und natürlich werden wir eine neue Gegenoffensive, eine neue Operation vorbereiten."

    Selenskij zufolge sei selbst die Verteidigung gegen Russland eine große Aufgabe und Herausforderung, da die Kräfte der beiden Länder nicht gleich seien. Der Politiker merkte an, dass die ukrainische Armee bereits heute in einigen Brigaden einen Personalmangel von bis zu 40 Prozent habe.

  • 17:44 Uhr

    Russlands Verteidigungsministerium: Abschussrampe und weitere Elemente des Patriot-Systems getroffen

    Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums haben Raketentruppen in der vergangenen Woche eine Abschussrampe, Munition und andere Elemente des Flugabwehrraketen-Systems Patriot aus US-Produktion getroffen. In der Meldung heißt es:

    "Hochpräzisionswaffentreffer: Abschussvorrichtung, Schlepper, Munition und Transportladefahrzeug des US-amerikanischen Flugabwehrraketen-Systems Patriot."

    Das Ressort veröffentlichte ein einschlägiges Video.

  • 17:16 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums – Wochenrückblick

    Generalleutnant Igor Konaschenkow, Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, hat den Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine vom 17. bis 23. Februar 2024 beschrieben. Er erklärte, dass in dieser Zeit 37 komplexe Angriffe mit Präzisionswaffen, einschließlich luftgestützter Langstreckenwaffen und unbemannter Flugzeuge, gegen militärisch-industrielle Einrichtungen, die Infrastruktur von Militärflugplätzen, Arsenale und Treibstofflager durchgeführt wurden. Darüber hinaus seien Standorte von Einheiten der ukrainischen Streitkräfte, nationalistischen Formationen und ausländischen Söldnern attackiert worden. Alle genannten Einrichtungen seien getroffen worden.

    Das russische Militär fügte den ukrainischen Truppen in den Frontabschnitten Kupjansk, Donezk, Awdejewka, Süddonezk und Cherson Feuerschaden zu. Infolgedessen seien in dieser Woche mehr als 7.505 ukrainische Soldaten getötet oder verwundet worden. Darüber hinaus seien im genannten Zeitraum 31 Panzer, 93 gepanzerte Kampffahrzeuge, 225 Fahrzeuge, 76 Feldartilleriegeschütze, zwei Grad-Mehrfachraketenwerfer und sechs Boote zerstört oder getroffen worden.

    Im Laufe der Woche schossen russische Luftstreitkräfte und Luftabwehrkräfte einen MiG-29-Kampfjet, einen Mi-8-Hubschrauber der ukrainischen Luftwaffe, sieben Storm-Shadow-Marschflugkörper, ein Patriot-Boden-Luft-Lenkflugkörper, vier für den Einsatz gegen Bodenziele umgebaute S-200-Boden-Luft-Lenkflugkörper, drei HARM-Anti-Radar-Raketen, sechs JDAM-Lenkbomben und 42 HIMARS-Raketen sowie 652 unbemannte Luftfahrzeuge ab.

    Seit Beginn der militärischen Sonderoperation seien insgesamt 572 Flugzeuge, 267 Hubschrauber, 13.223 unbemannte Luftfahrzeuge, 473 Flugabwehrraketensysteme, 15.188 Panzer und andere gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.223 Mehrfachraketenwerfer, 8.145 Feldartillerien und Mörser sowie 18.981 militärische Sonderfahrzeuge zerstört worden, so Konaschenkow.

  • 16:42 Uhr

    Gebiet Belgorod an einem Tag mehr als 40 Mal unter Feuer genommen

    Der Gouverneur des Gebiets Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, meldet vierzig Attacken des ukrainischen Militärs auf drei Bezirke des Gebiets innerhalb von 24 Stunden.

    Auf dem Telegram-Kanal des Beamten wird präzisiert, dass die ukrainische Armee am 22. Februar drei Bezirke mit insgesamt vierzig Granaten beschossen habe, darunter sechs Sprengsätze von Drohnen. Bei dem Drohnenangriff auf das Dorf Glotowo seien zwei Lastwagenfahrer verletzt worden, so der Gouverneur.

  • 16:06 Uhr

    Medien: 15.000 ukrainische Flüchtlinge in Großbritannien obdachlos

    Etwa 15.000 Flüchtlinge, was 7,5 Prozent der Gesamtzahl beträgt, die nach Ausbruch des Konflikts aus der Ukraine ins Vereinigte Königreich kamen, sind dort obdachlos geworden. Dies berichtet die britische Zeitung The Daily Telegraph unter Berufung auf Daten des Ministeriums für regionale Entwicklung und Wohnungsbau.

    Gesprächspartner der Zeitung sagten, dass viele ukrainische Flüchtlinge obdachlos werden, da die Sponsoren sich nur verpflichtet haben, für sechs Monate eine Unterkunft zur Verfügung zu stellen, und dann nach eigenem Ermessen handeln können.

    Es gibt ein Asylprogramm für ukrainische Bürger in Großbritannien, wenn sie eine Einladung von Einzelpersonen, Wohlfahrtsverbänden oder Gemeinden vorweisen können. Sie garantieren den Flüchtlingen ihre Unterkunft oder zahlen für eine separate Unterbringung. Etwa 130.000 Ukrainer sind im Rahmen dieses Programms in das Königreich gezogen.

    Das Land hat auch ein Programm zur Familienzusammenführung aufgelegt, das von mehr als 70.000 Ukrainern genutzt wurde. Für beide Programme sollten Visa für drei Jahre ausgestellt werden, doch wurde vor kurzem angekündigt, dass sie um weitere 18 Monate verlängert werden sollen.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.