
24-stündiger Streik legt Teile der Londoner U-Bahn lahm

In London hat am Montag ein 24-stündiger Streik der U-Bahn-Fahrer begonnen. Die Arbeitsniederlegung wurde von der Gewerkschaft der Bahn-, See- und Transportarbeiter (RMT) organisiert und sorgt für erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr der britischen Hauptstadt. Dies berichtet die Zeitung Kommersant.

Es handelt sich um die erste von zwei Streikaktionen, die für diese Woche angekündigt wurden. Ein weiterer 24-stündiger Ausstand ist für den 4. Juni geplant. Bereits im April hatte die Gewerkschaft aus denselben Gründen zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.
Die RMT protestiert gegen Pläne der Londoner Verkehrsbehörde Transport for London (TfL), die Fahrer auf eine Vier-Tage-Woche umzustellen und gleichzeitig die tägliche Arbeitszeit zu verlängern. Nach Ansicht der Gewerkschaft würde dies die Belastung der Beschäftigten erhöhen und könnte sich negativ auf die Sicherheit des U-Bahn-Verkehrs auswirken.
Der Streik betrifft mehrere wichtige Linien des U-Bahn-Netzes von London. Auf den stark frequentierten Linien Piccadilly und Circle wurde der Betrieb weitgehend eingestellt. Auch auf der Central Line und der Metropolitan Line kommt es zu erheblichen Einschränkungen. Auf anderen Strecken verkehren die Züge mit längeren Intervallen, oder es kommt zu zeitweisen Unterbrechungen. Dadurch steigt die Auslastung der weiterhin fahrenden Linien deutlich an.
Britische Medien, darunter The Guardian, berichteten am Montagmorgen von erheblichen Verspätungen auf zahlreichen Strecken sowie von Menschenansammlungen an mehreren Stationen.
Am stärksten betroffen ist der Flughafen Heathrow, der normalerweise direkt über die Piccadilly Line erreichbar ist. Um die Auswirkungen des Streiks abzufedern, wurden zusätzliche Busverbindungen eingerichtet. Zudem wird Fahrgästen empfohlen, ihre Reisen möglichst vor 21 Uhr Ortszeit abzuschließen.
Am 1. Juni hatten Vertreter der Gewerkschaft und von TfL erneut über die Arbeitszeitregelungen verhandelt. Die Gespräche endeten jedoch ohne Einigung. Auch die jüngsten Verhandlungen konnten den Streik nicht verhindern.
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