
USA: Vandalismus gegen frisch-eingeweihte Charlie-Kirk-Statue

Es war ein Schockmoment, dessen Szenen das Potenzial haben, zu ikonischen Bildern zu werden: Vor laufender Kamera wurde Charlie Kirk auf dem Gelände der Utah Valley University am 10. September vergangenen Jahres durch einen einzelnen Schuss tödlich in den Hals getroffen. Der Aktivist aus dem Umfeld der MAGA-Bewegung und Vorsitzende der Studenten-Organisation Turning Point USA hatte mit seinem Auftritt in Utah den Auftakt zu seiner Debatten-Tournee "American Comeback Tour" einleiten wollen.
Anlässlich des ersten Jahrestags von Kirks Ermordung hatten seine Mitstreiter von Turning Point USA vor dem Hauptquartier der Organisation in Phoenix, Arizona, ein Monument zu seinen Ehren enthüllt. Es handelt sich um eine 2,4 Meter hohe Bronzestatue, die einen winkenden Charlie Kirk darstellt.

Doch anscheinend machte man sich bei Turning Point USA von vornherein Sorgen um die Sicherheit der Statue. Wie die lokale Nachrichtenplattform FOX 10 Phoenix berichtete, war geplant, das Bronze-Standbild in einigen Tagen in ein Gebäude zu verlegen. Man wollte zuvor der Öffentlichkeit Gelegenheit geben, das Kunstwerk eine Zeitlang im Freien zu besichtigen.
Die Befürchtungen waren nur allzu berechtigt, wie sich nun gezeigt hat. Denn in der Nacht von Samstag auf Sonntag verunstalteten Vandalen die Statue mit roter Farbe, wie unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters und das Mediennetzwerk Al Jazeera berichteten. Auch ein in der Nähe der Statue aufgestelltes Schild zogen die Täter in Mitleidenschaft. Eine auf dem New Yorker Times Square ebenfalls zum ersten Todestag Kirks aufgestellte Statue aus der Hand des Bildhauers Sergio Furnari blieb dagegen bisher unangetastet.
Wie der Sender Fox News zu berichten weiß, stand auf dem Schild an der Phoenixer Statue eine christliche Botschaft der Auferstehungshoffnung. Dazu waren ein Kreuzsymbol und ein Porträt Charlie Kirks angebracht. Dem Bericht zufolge ersetzten die Täter den Namen "Jesus" durch "Satan" und strichen das Kreuz durch. Auch Gesicht und Hals der Kirk-Statue wurden mit roter Farbe beschmiert, wie Fotos zeigen. Die Polizei von Phoenix bestätigte gegenüber dem Sender den Vorfall.
Turning Point USA verkündete auf der Social-Media-Plattform X, man werde die Statue wieder instand setzen und die beschmierten Schilder ersetzen. Außerdem arbeite die Organisation mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen, um die bislang unbekannten Täter zur Verantwortung zu ziehen. Andrew Kolvet, einem Sprecher von Turning Point USA zufolge, hat das Team die Statue bereits wieder gereinigt.
Auch Erika Kirk, die Witwe des Ermordeten, gab sich kämpferisch. Ebenfalls auf X schrieb sie zu dem Vorfall:
"Sie dachten, eine Kugel würde die Stimme meines Mannes zum Schweigen bringen, aber sie hat sie nur lauter gemacht. Sie glauben, Sprühfarbe könne sein Vermächtnis verdecken, aber sie wird es nur weiter verbreiten. Jeder Versuch, das niederzureißen, was Charlie aufgebaut hat, lässt uns tiefer wurzeln und noch härter arbeiten."
Derweil rückt ein Prozess gegen den 23-jährigen Tatverdächtigen im Mordfall Kirk näher. Anfang des Monats beschloss ein Gericht während einer Vorverhandlung im US-Bundesstaat Utah, dass hinlängliche Verdachtsmomente für eine Anklage wegen Mordes mit erschwerenden Umständen bestünden.
Damit steht im Falle einer Verurteilung in der Hauptverhandlung auch die Verhängung der Todesstrafe im Raum. Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest. Der zwei Tage nach dem Mord festgenommene Tyler R. hat sich Medienberichten zufolge nicht zu der Tat bekannt.
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