Europa

Selenskij fordert: Behandelt und unterstützt die Ukraine wie Israel

Der ukrainische Präsident erwartet, dass der kollektive Westen sein Land direkt schützt. Er verweist auf die Art und Weise, wie Irans Angriff auf Israel am vergangenen Wochenende gehandhabt wurde.
Selenskij fordert: Behandelt und unterstützt die Ukraine wie IsraelQuelle: Legion-media.ru © leg8989rtb

Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat den kollektiven Westen aufgefordert, sich noch mehr in den Konflikt mit Russland einzubringen und Kiew zu schützen, ähnlich wie dem Staat Israel während des Luftangriffs aus Iran am Wochenende geholfen wurde.

Selenskij veröffentlichte diesen Appell am Montag auf Telegram und lobte die "verbündete Aktion" zur Unterstützung Israels. Nach israelischen und westlichen Angaben wurde die überwiegende Mehrheit der aus Iran abgefeuerten Projektile vor allem von US-amerikanischen und britischen Kampfflugzeugen abgeschossen, noch bevor sie den Luftraum Israels erreichten.

In einer Videoansprache erklärte der ukrainische Präsident, dass Israel gemeinsam mit den USA, Großbritannien, Frankreich und Jordanien gegen die Angriffe reagiert hätten, und dies "mit maximaler Effektivität".

Wörtlich erklärte Selenskij:

"Die ganze Welt hat nun an den Aktionen unserer Verbündeten am Himmel Israels und der Nachbarländer gesehen, wie wirksam Einigkeit bei der Verteidigung gegen den Terror sein kann, wenn die Grundlage der Einigkeit ein ausreichender politischer Wille ist. Israel, die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich, Frankreich und Jordanien haben gemeinsam und mit maximaler Effizienz gehandelt." 

Selenskijs Einschätzung lautete, dass durch die Aktion gegen Iran "niemand in den Krieg hineingezogen wurde". Er stellte fest, dass "Israel kein NATO-Mitglied ist, sodass keine Maßnahmen wie die Auslösung von Artikel 5 erforderlich waren". Eine weitere Einschätzung lautete, dass "gemeinsam verhindert wurde, dass der Terror die Oberhand gewinnt". 

Selenskij forderte den kollektiven Westen auf, die Ukraine in gleichem Maße zu unterstützen und sie vor Luftangriffen der russischen Streitkräfte zu schützen:

"Der europäische Luftraum hätte schon längst das gleiche Schutzniveau erhalten können, wenn die Ukraine von ihren Partnern beim Abfangen von Drohnen und Raketen ähnlich umfassend unterstützt worden wäre." 

Mit Bezug auf Irans jüngsten Angriff auf Israel stellt Selenskij fest:

"Das entschlossene Handeln der Verbündeten verhinderte den Erfolg des Terrors und den Verlust der Infrastruktur und zwang den Aggressor zur Abkühlung."

Er werde dies Thema zeitnah bei den Unterstützern des Landes zur Sprache bringen, so der ukrainische Präsident.

Im Laufe des Konflikts hat Kiew wiederholt westliche Staaten aufgefordert, auf die eine oder andere Weise Schutz vor russischen Luftangriffen zu gewähren, bis hin zur Einrichtung einer von der NATO erzwungenen Flugverbotszone über der Ukraine.

Diese Ideen wurden jedoch nie verwirklicht, da man befürchtete, dass der Westen dadurch in einen Krieg mit Russland hineingezogen würde. Moskau hat wiederholt gewarnt, dass derartige Versuche aller Parteien als ein direkter Einstieg in den Konflikt auf Seiten Kiews betrachtet würde.

Mehr zum Thema - Bericht: US-Vizepräsidentin warnt vor Angriffen auf russische Ölanlagen – Selenskij ist irritiert

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