
Doch keine Auslieferung an Kiew: Russischer Archäologe Butjagin aus polnischem Gefängnis entlassen

Der russische Archäologe Alexander Butjagin wurde aus einem polnischen Gefängnis entlassen. Dies hat der polnische Außenminister Radosław Sikorski gegenüber Journalisten mitgeteilt.
Zuvor war berichtet worden, dass Polen und Weißrussland einen Gefangenenaustausch durchgeführt hätten. Sikorski sagte auf die Frage eines Journalisten, wen Polen freigelassen habe:
"Einer der Menschen, die wir ausgetauscht haben, ist ein russischer Historiker, der sich im Auslieferungsverfahren an die Ukraine befand."
Laut dem russischen Inlandsgeheimdienst FSB wurde neben Butjagin auch die Ehefrau eines russischen Soldaten ausgetauscht. Beide seien gegen zwei Offiziere des moldauischen Geheimdienstes ausgetauscht worden.

Der Austausch im Verhältnis zwei gegen zwei fand an der weißrussisch-polnischen Grenze statt. Der FSB betonte, dass die Rückkehr der Russen nach Hause dank einer gemeinsamen Operation mit dem weißrussischen Geheimdienst KGB gelungen sei.
Im Dezember 2025 war der Archäologe auf Ersuchen Kiews in Polen festgenommen worden. Die Ukraine wirft ihm angeblich illegale Ausgrabungen auf der Krim vor. Daraufhin entschied ein Gericht in Warschau, ihn an die Ukraine auszuliefern. Butjagin warnte das polnische Gericht, dass dies eine Gefahr für sein Leben und seine Gesundheit darstellen würde. Zudem wies er die Vorwürfe aus Kiew zurück und betonte, dass seine Ausgrabungen auf der Grundlage einer Genehmigung der russischen Behörden durchgeführt worden seien. Außerdem bestreitet der Historiker die ihm vorgeworfene Zerstörung von Kulturgütern.
Butjagin ist Leiter der Abteilung für die Antike im russischen Museum Hermitage und Sekretär der archäologischen Kommission des Museums. Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen, von denen sich einige mit der antiken Stadt Myrmekion befassen, die Mitte des 6. Jahrhunderts v. Chr. von ionischen Griechen am Ufer der Straße von Kertsch gegründet wurde.
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